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::Kapitel 2 - Der Hüter der Schlüssel::


Sasuke starrte misstrauisch auf die alte Schriftrolle um die sich seine Kameraden versammelt hatten. Die sollten sie jetzt berühren? Und damit über mehrere Kontinente reisen um sämtliche ihnen bekannte Länder hinter sich zu lassen? Sehr seltsam und Sasuke glaubte nicht wirklich daran, dass es funktionieren würde.


Dennoch verbot sich seine Ehre als Ninja zu glauben, dass ein alter Freund der Hokage und ihr Auftraggeber sie lügen würde, wenn es um eine derartige Mission ging. Deswegen hielt er widerwillig einen Finger an die Schriftrolle. Er kam sich etwas bescheuert vor nach einiger Zeit, und seinen Teamkameraden ging es wohl nicht anders, als immer noch nichts passierte.


Gerade als er verlauten lassen wollte, dass nichts geschah, fühlte er, wie Schriftrolle plötzlich warm wurde. Der Finger schien nun förmlich an der Schriftrolle zu kleben und ließ sich nicht mehr lösen. In seinem Magen tauchte ein unangenehmes Gefühl auf, das man fast Übelkeit nennen konnte. Seine Welt bestand urplötzlich nur noch aus einem Farben Strudel mit lauter Wirbeln und Sturmböen, die um seine Ohren pfiffen.


Auch schlug er mit seinen Schultern immer wieder gegen die von Naruto und Sakura, die direkt neben ihm, mehr oder weniger, daher flogen. Sasuke konnte nicht sagen, wie lange es dauerte. Sehr schnell stiegen ihm Tränen ins Gesicht und verschleierten seinen Blick. Es kam ihm vor, als flögen sie eine Ewigkeit und je länger es dauerte, desto heftiger wurden die stechenden Schmerzen auf der Haut und in Gesicht.


Er wusste, dass es seinen Kameraden nicht anders erging und hoffte nur noch, dass sie endlich ankommen würden. Nicht einmal mehr schreien konnte er, die Geschwindigkeit mit der sie sich durch die Luft bewegten, presste ihm die Kehle zu.


Es dauerte in Wirklichkeit nur ein paar Sekunden, die die Ninja mit der Reise nach England verbrachten doch in Sasukes Kopf spuckten Tausende von Gedanken herum, die die Zeit zu verzerren schienen. Auch der Farben Strudel, den er verschwommen wahrnahm, trug nicht dazu bei seinen Kopf zu klären. Deswegen war das Ende der Reise umso plötzlicher, als er so abrupt aus dem Strudel der Farben gerissen wurde.

Zwar hörte der Zauber auf zu wirken als sie mit den Füßen den Boden berührten, jedoch waren sie alle noch so in dem Zog des Windes um sie herum gefangen, dass sie sich nicht so schnell voneinander zu lösen vermochten. Sasuke ruderte für einen Moment lang mit den Armen um sein Gleichgewicht wieder zu finden, doch als er von hinten angerempelt wurde, stürzte er mit einem Plumps zu Boden.


Seine Reflexe als Ninja erlaubten es ihm nicht auf das Gesicht, sondern auf den Rücken zu fallen, weil er sich noch im Fallen drehte. Dennoch war der Aufprall auf dem Boden unsanft. Hart schlug der Uchiha mit seinem Hinterkopf auf und für mehrere Augenblicke sah er schwarz vor Augen. Gerade als Sasukes Blick begann sich wieder zu klären, ereilte ihn das nächste Unglück.


Naruto, der dieselben Probleme mit dem Gleichgewicht hatte, fiel mehr oder weniger auf ihn drauf, aber nicht ohne aus Versehen seinen Ellbogen in den Magen von Sasuke zu rammen. Dieser würgte und hustete und der Mageninhalt drohte wieder nach oben zu gelangen, doch Sasuke schluckte es bitter wieder hinunter um Sakura nicht voll zu reihern, welche etwas weiter neben ihm lag.


Nach einigen Minuten hatte sich der Staub, der bei dem Aufprall entstanden war, gelegt und Sasuke fand langsam und allmählich wieder in die Wirklichkeit zurück. Mit der Hand, die nicht von Narutos Körper an den Boden gepinnt wurde, fasste er sich an den Kopf rieb dabei über seine Augen. So weit er konnte richtete er seinen Oberkörper auf und sah sich um.


Als erstes einmal schob er so gut er konnte Narutos Ellbogen aus seinem Magen und seufzte erleichtert auf als er es dann nach geraumer Zeit geschafft hatte. Etwas grob schupste er dann Sakura zur Seite, stand auf und klopfte sich den Staub von der Hose. Der Duft von Gras und Wald, der in seine Nase stieg ließ ihn die Umgebung näher ansehen, in der sie gelandet waren, denn bis jetzt hatte er noch nicht sonderlich darauf geachtet, wo sie sich befanden.


Der Vorsicht halber zog er einen Kunai aus der Tasche, hielt diesen in der Verteidigungshaltung schräg vor sich.


Auch die anderen rappelten sich langsam auf und versuchten dabei die Nachwirkungen der seltsamen Reisemöglichkeit loszuwerden. Naruto schwankte einen Moment als er sich erhob, doch im nächsten Moment eilte er Sakura zu Hilfe, die scheinbar etwas mehr Schwierigkeiten hatte. Er griff sie unter den Armen und hielt sie fest, bis er sich sicher war, dass sie ihr inneres Gleichgewicht wiederhergestellt hatte.


Fragend sah er sie an: „Alles in Ordnung, Sakura-chan?“


Die Rosa haarige nickte.


Alles Bestens, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich so noch einmal reisen möchte. Da ist mir unsere Art zu Teleportieren schon lieber. Aber wo genau sind wir hier eigentlich?“, fügte sie dann noch hinzu während sie ihren Kopf hin und her drehte um sich einen Überblick zu verschaffen.


Naruto ließ seine Freundin los und wandte sich ebenfalls um. Schnell warf er einen Blick auf Neji und Kakashi, die dabei waren ihre Sachen und Taschen zusammen zu klauben, die während des Aufpralls verstreut worden waren. Um sie musste er sie also keine sorgen machen, sie waren wohlauf. Deswegen richtete nun auch er wie zuvor schon Sasuke auf den Ort an dem sie gelandet waren.


Es war eine Lichtung, auf der das Gras fast unnatürlich hoch wuchs. Der Platz selbst war recht groß und war von großen dicken Bäumen umschlossen, deren Kronen weit in den Himmel hinauf rankten. Die Stämme waren so dick, dass sich selbst zwei Leute nebeneinander stellen konnten um sie zu verstecken, ohne das sie entdeckt werden würden.


Ab und zu lagen hier und da ein paar Felsbrocken herum, doch ansonsten war die Lichtung weites gehend unberührt. Man konnte keinerlei menschliche Spuren entdecken, wie abgeknickte Zweige oder etwa vielleicht Überreste eines längst erloschenen Lagerfeuers. Naruto sah sich sorgfältig um ehe er sich ein paar Schritte nach vorne wagte, doch egal was er erwartet hatte, nichts geschah. Seine Augen scannten weiterhin die Umgebung und nahmen jede Information auf während er mit seiner Nase jeden Geruch zu analysieren versuchte den er aufnahm.


Zuerst waren da einmal natürlich die üblichen Gerüche von Gras, Holz und Blättern, doch der blonde Ninja ließ sich nicht von der idyllischen Waldillusion täuschen. Sie waren in einem fremden Land, weiter entfernt zu Hause als jemals zuvor, wo selbst das Gras anders roch und die Bäume nicht mehr wie Bäume aussahen. Naruto hatte keine Zweifel daran, dass die Transport Jutsu ihres Auftraggebers funktioniert hatte, alles hier schien anders zu sein, auch wenn es bei dem ersten Hinsehen nicht so zu sein schien.


Ein Geräusch ließ die Ninja alle in den Himmel sehen, doch es war nur ein Vogel, der über ihre Köpfe hinweg flog. Eigentlich nichts beunruhigendes, doch diese Art von Vogel hatten sie noch nie gesehen. Ein weiterer Beweis, dass sie nicht mehr zu Hause waren. Kakashi winkte sein Team und Sakura zu sich heran. Auch er hatte sich inzwischen umgesehen und festgestellt, dass sie offensichtlich mitten in der Wildnis gelandet waren. Er ergriff das Wort um die Lage zusammenzufassen.


So. Wir haben zum Glück alle wieder festen Boden unter den Füßen. Allein darüber bin ich schon dankbar. Ich hoffe mal, dass bei euch alles in Ordnung ist?“ Fragend sah er in die Runde. Als er nur stummes Nicken erhielt, fuhr er fort.

Ich weiß nicht, wo wir landen sollten, aber sicherlich nicht in einer uns unbekannten Wildnis wie dieser. Kannst du etwas sehen, Neji?“


Nejis Fähigkeit war es auch Kilometer weit sehen zu können. Gegenstände, Mauern oder Gebäude konnten ihn dabei nicht aufhalten. Es war eine Fähigkeit die nur in seinem Clan auftrat, doch nur bei wenigen war die Kunst so weit und scharf zu sehen wie bei Neji derart ausgeprägt.


Wonach sollen ich suchen, Kakashi-san?“


Kakashi runzelte die Stirn. Das war eine berechtigte Frage. Sie wussten nicht wo sie waren, wie weit es zum Schloss war oder gar in welcher Richtung es lag. Längere Entfernungen oder Strecken zu laufen, machten Ninjas nichts aus, da technische Neuerungen sich in ihrem Land nie durchgesetzt hatten.


Das einzige technische Transportmittel, das sie kannten war der Güterzug mit dem öfters mal Lasten von einem Dorf in das Andere transportiert wurden. Aber was war, wenn sie nicht nur ein paar Kilometer von dem Schloss sondern gar noch ganze Länder entfernt waren?


Um besser nachdenken zu können, legte er den Kopf in den Nacken und betrachtete die Baumkronen, die sich über ihnen ertürmten. Er konnte am Stand der Sonne ablesen, dass etwa Nachmittags sein musste. Verwunderlich, wenn man bedachte, dass es Mittag gewesen war als sie in Konoha abreisten. Aber bei dem Anblick der Bäume kam ihm eine Idee. Mit einem gewaltigen Satz sprang er auf den nächsten Baum und landete auf dem untersten Ast.


Mit seiner Chakra an den Füßen saugte er sich an dem Holz fest. Als er feststellte, dass im Gegensatz zu seinen Befürchtungen nichts Unvorhergesehenes geschah, hangelte er sich immer weiter nach oben bis er an der Spitze ankam.


Aus den Augenwinkeln sah er, dass die anderen ihm folgten. Sie hatten wohl erkannt, was sein Plan war. Von der Spitze der Bäume aus konnten sie sicher besser sehen als vom Boden dieses Waldes aus.


Im nächsten Moment berichtigte der Anbu Kapitän. Das war kein Wald. Das Wort ‚Wald’ allein war hier vollkommen unangebracht. Wo man nur hinsah bis hin zum Horizont, sah man nichts als Bäume. Weiter hinten in östlicher Richtung konnte er ein großes Gebirge erkennen. Dennoch verschlug es ihm die Sprache. Es war nicht nur die Größe, sondern auch die Präsenz des Waldes.


Kakashi konnte fühlen, dass sich hier Kreaturen in ihrem Umfeld befanden, wie er es noch nie zuvor wahrgenommen hatte. Dennoch wunderte es ihn. Wenn hier nur Wald und Wildnis war, wo befand sich die Schule von der die Hokage gesprochen hatte? Schulen befanden sich eigentlich in Städten, doch hier war weit und breit keine Stadt! Wo befand sich dann diese Schule?


Kakashi-sensei!“


Kakashi drehte sich zu Sakura um, die auf einen Punkt im Westen zeigte. Er blinzelte um genauer sehen zu können, dann sah er was, sie gemeint hatte. Weit hinten erhob sich am Rand eines Berges eine Burg. Strahlend weiß und das Licht der Sonne wurde in dem Gestein reflektiert.


Fast sofort sah er zu Neji herüber, der dies als Befehl sah und fertigte ein paar Fingerzeichen. Sofort spürte er, wie seine Chakra zu den Augen floss und die Nerven an den Schläfen heraustraten. All seine Sicht konzentrierte er auf den Punkt, den Sakura ihm gezeigt hatte.


Ich sehe ein Schloss, doch es ist wohl einst einmal eine Burg gewesen. Ich kann eine Ansammlung von Energien spüren, doch sie zuzuordnen ist unmöglich. Daneben ist ein See in dem ein Fluss mündet.“


Wir halten darauf zu. Wahrscheinlich ist es das, wenn nicht werden wir dort sicher Auskunft finden. Auch wenn es dann möglicherweise keine ‚Zauberer’ sind“, meinte Kakashi.


Ich denke schon, dass es die von Tsunade-sama erwähnten Fremden sind“, ließ Sasuke überraschend verlauten.


Alle sahen zu ihm herüber. Nur selten beteiligte sich der Uchiha an solchen Diskussionen. Früher schon nicht als er noch Ge-nin war und noch weniger seitdem er von Orochimaru zurückgekehrt war. Es hing sicherlich damit zusammen, dass Sasuke zwar seine Loyalität gegenüber Konoha bewiesen hatte, aber man ihm immer noch nicht so recht über den Weg traute. Nicht dem Ninja, nein. Sondern dem Menschen. Dem Menschen mit Gefühlen, der irgendwo noch in Sasuke schlummerte.


Was meinst du damit, Teme?“, giftete Naruto, „Kannst du vielleicht nicht gleich damit herausrücken oder ist der werte Herr sich mal wieder zu fein dazu?“


Der Ärger schwang deutlich in der Stimme des Blonden mit. Der Rest der Gruppe seufzte nur. Sie kannten das schon und sie bedauerten, dass sie es nicht ändern konnten. Das eigenartige Verhältnis, das die beiden seit Sasukes Rückkehr zueinander hatten, war belastend, doch das mussten Naruto und Sasuke unter sich ausmachen. Sie hatten gelernt, dass es besser war sich nicht in die Angelegenheiten der beiden Sturköpfe einzumischen.


Sasukes Kehle entwich ein Grollen. Typisch Naruto. In letzter Zeit konnte der es einfach nicht lassen ihn anzufahren, wann immer er konnte. Dabei war es diesmal nun wirklich nicht seine Schuld. Er hisste durch die Zähne, wollte damit seinen Ärger ausdrücken.


Damit du es weißt, Dobe! Ich kann mit meinen Sharingan nicht nur Illusionen durchschauen, sondern auch Energien mit meinen Augen wahrnehmen. Nur für den Fall, dass dir Holzkopf das entgangen sein sollte. Und da hinten befinden sich Energien, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe. Es ist kein Chakra, aber es ist auch nicht einem normalen Menschen ähnlich.“


Pah!“


Naruto drehte verächtlich den Kopf weg. Diese Arroganz musste er musste er sich doch nicht jetzt nicht auch noch mit ansehen. War schlimm genug, dass sie in einem Team waren. Jetzt mussten sie auch noch zusammen auf diese Schule gehen. Wenn es eine normale Mission wäre, wo sie einfach nur ihr Arbeit zu erledigen hätten, dann könnte er das ja noch ertragen, aber da sie beide zusammen ein ganzes Jahr miteinander leben würden, wusste er nicht wohin das führen würde.


Verärgert und ohne auf die Anderen zu achten, machte er sich auf in Richtung Schloss. Er sprang von Baum zu Baum, allerdings etwas weiter unten im Geäst. Wohl oder Übel folgten ihm Sakura, Neji und Kakashi. Sasuke verharrte noch einen Moment auf seiner Position und sah hinterher. Dieser Idiot, dachte Sasuke noch ehe er ihnen folgte.


-


Neji hatte sich nach vorne an die Spitze der Gruppe gekämpft, da er die besten Augen hatte. So verlor er das Schloss nicht aus seinem Blickfeld und führte die Gruppe sicher immer näher an das Ziel ihrer Wünsche. Ein paar Mal hatten sie angehalten um einer Gruppe seltsamer Tiere auszuweichen, denen sie vorerst nicht begegnen wollten solange sie nichts über diese Welt wussten. Sie hatten das Schloss aus der Ferne gesehen, dennoch hatten sie sich in der Entfernung verschätzt.


Es war früher Nachmittag gewesen als sie angekommen waren jetzt begann bereits die Sonne unter zu gehen. Neji wusste, dass sie das Schloss erst bei Dunkelheit erreichen würden. Zu Hause wären sie vielleicht schneller gewesen, doch die fremden Geräusche verwirrten ihre Sinne.


Hinzukommend waren die nervtötenden Streitereien zwischen Naruto und dem Uchiha. Mal brüllten sie sich an, dann wieder schwiegen sie beleidigt, nur um sich eine ganze Weile später wieder anzugiften. Der Grund war meist völlig banal. Es ging ihnen nur darum dem Anderen auf die Nerven zu fallen.


Es war mehr oder weniger vollkommen nervtötend. Eigentlich war das ja schon ein wenig gewohnt, aber das war ihre erste längere Mission die anstand seit Sasuke in ihr Team gekommen war. Kakashi-san und Sakura mochten das ja schon seit langem kennen, aber er litt unter dieser ewigen Disharmonie.


Letztendlich kam es so wie es sich Neji gedacht hatte. Es war stockfinster als sie den Waldrand erreichten.


Etwas erschöpft von dem langen Marsch und den vielen Einflüssen auf seine Sinne deaktivierte seine Byakugan. Dann sah er zum dem Schloss hinauf und betrachtete es. Es war mit nichts vergleichbar, das er je zuvor gesehen hatte und er war froh, dass seine Selbstbeherrschung besser und größer war als die von Naruto.


Denn der stand mit weit geöffnetem Mund stauend neben Kakashi, dem es trotz seiner langen Erfahrungen nicht anders erging. Ein Seitenblick zu Sakura sagte ihm dasselbe. Der Uchiha hingegen hatte sich mehr unter Kontrolle, dennoch war in seinen Augen etwas wie Bewunderung zu sehen. Selten bei jemandem wie ihn, der jahrelang die Leistungen seines besten Freundes nicht anerkannte.


Das Schloss selbst war, wie er schon vorher aus der Ferne gesehen hatte, schneeweiß. Der Bau und die Konstruktion des Schlosses allein von außen verrieten ihm, das es sehr alt sein musste. Ein Wunder, dass es dafür noch so gut erhalten war. Ob das Magie bewirkte? Es hatte zahlreiche Fenster. Einige davon waren erleuchtet, andere wiederum nicht. Besonders in den Türmen war es finster. Des Weiteren entdeckte Neji zahlreiche Steinfiguren, die auf verschiedenen Podesten thronten.


Einige davon waren übermenschlich groß. Eine schlechte Verteidigungseinrichtung wie der Hyuuga fand. Man konnte sich zu leicht dahinter verstecken.


Kakashi war dann der Erste der sich in Bewegung setzte und auf das große Portal zu lief. Er hatte es noch nicht erreicht als plötzlich aus dem Dunkeln neben ihm eine Gestalt auftauchte und sich ihm in dem Weg stellte.


Diese Gestalt war riesig. Keiner aus der Gruppe reichte nur annähernd an die Körpergröße dieses Mannes heran. Kakashi stellte fest, dass dieser Riese sogar größer war als Jiraiya-sama und der galt schon als Hüne.


Doch es war nicht nur die Körpergröße, er war fast doppelt so groß wie normal, die diesen Mann so mächtig machte. Nein, er war fast auch fünf Mal so breit wie ein gewöhnlicher Mensch und sah verboten dick aus. Auch das Haar war außergewöhnlich. Außergewöhnlich lang und wild. Die langen Strähnen bedeckten fast sein ganzes Gesicht, ebenso wie der Hals durch den buschigen Bart nicht mehr zu sehen war. Als nächstes waren da die Hände, die eine überdimensionale Armbrust hielten. Sie waren so groß wie Bratpfannen, während die Füße in Lederstiefel die die Größe eines mittleren Koffers hatten.


Der Anbu war überwältigt. Und so langsam hatte er nur noch wenig Zweifel, dass dies nicht die Welt der Zauberer war.


Wer seid ’n ihr? Hn?“, sprach nur der Riese Kakashi an. Der hatte viel Mühe überhaupt ein paar Töne aus dem Brummbart heraus zu hören, als ihm bewusst wurde, dass er die Sprache nicht verstand. So versuchte er sich vorsichtig mit Händen und Füßen verständlich zu machen.


$Gomen nasai. $


Hierbei verbeugte er sich, so wie es zur Begrüßung üblich war. Sein Team und Sakura taten es ihm nach. Sie waren heran geeilt als der Riese in Erscheinung getreten war, bereit sich im Falle eines Angriffes zu verteidigen. Doch da ihr Kapitän erst einmal nur angesprochen wurde und der Fremde die Armbrust senkte, ließen auch sie ihre Waffen da wo sie waren.


$Ich suche die Zauberschule Hogwarts und möchte gerne zu Albus Dumbledore. Könnten sie mir da weiter helfen? $


Kakashi versuchte es zumindest einmal in seiner Sprache. Vielleicht wurde er ja verstanden. Dabei betonte er besonders die Worte ‚Hogwarts’ und ‚Albus Dumbledore’. Der Riese sah sie alle eine Weile lang einfach nur nachdenklich an, wobei er sogar etwas bösartig aussah als er seine Augenbrauen zusammen zog.


-


Hagrid zog die Augenbrauen nachdenklich zusammen und betrachtete die fünf seltsamen Gestalten, die da plötzlich aus dem Verbotenem Wald aufgetaucht waren. Der Schulleiter hatte ihn angewiesen auf einen ankommenden Portschlüssel zu achten, doch den ganzen Tag war nichts geschehen. So weit er wusste hatte Albus Dumbledore zum Schutz der Schule Ninjas angefordert, was auch immer das sein mochte. Sollten wohl Wächter sein. Doch konnte man diese halbwüchsigen Fremden als Wächter ansehen.


Nun gut sie trugen Waffen, war klar und deutlich zu erkennen, aber bis auf den Weißhaarigen mit der Maske waren das doch noch alles Kinder. Ein junger Blonder, ein mürrisch dreinschauender mit schwarzen Strubelhaar, eine Gestalt bei der er nicht wusste, ob sie weiblich oder männlich war und eine rosahaarige Frau. Die Frau war zierlich und schien nun nicht für den Kampf geeignet, doch auch sie trug Waffen, auch wenn sie anders gekleidet war als der Rest. Bis auf sie trugen alle ein und dieselbe Uniform.


Erneut sah Hagrid zu dem Typen der zu ihm gesprochen hatte. Er hatte seine Waffen weggesteckt und sich vor ihm verneigt. Er hatte seine Sprache nicht verstanden, was wohl auf Gegenseitigkeit beruhte und er schien keinen Streit zu wollen.


Er würde sie zu Professor Dumbledore Sir führen. Der würde sicher wissen, was man mit den Fremden anfangen sollte. Er winkte ihnen mit der Hand und deutete ihnen damit an zu folgen.


Na dann werde ich euch mal zum Schulleiter bringen. Ich selbst bin übrigens Hagrid, der Hüter der Schlüssel.“


Bei dem letzten Satz wies er auf sich selbst. Er war sich sicher, dass dies keine Todesser waren, denn diese hätten nicht gezögert ihn anzugreifen. Mit den Fremden im Schlepptau stapfte der Wildhüter hoch zum Schloss. Direkt auf das riesige Portal zu.




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