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::Kapitel 3 - Das Schloss von Hogwarts::


Albus Dumbledore war nervös.

Sehr nervös sogar, doch das sah man selten.


Kaum ein Mensch hatte den alten Schulleiter je nervös gesehen. Aber am diesem Abend war er es ganz gewiss. Er saß an seinem Schreibtisch und verputzte nacheinander mehrere Zitronendropsschachteln um sich abzulenken. Vor ihm lag ein riesiger Stapel von Papieren, Dokumenten und Schriftrollen, die bearbeitet werden mussten, aber der Schulleiter wusste, dass er dazu im Moment nervlich nicht in der Lage war.


Schon drei wichtige Schriften hatte er beinahe verbrannt, etwas das nicht mehr passiert war, seit McGonagall ihm im betrunkenen Zustand vor ein paar Jahren einen Heiratsantrag gemacht hatte.


Doch nun war die Situation vollkommen anders. Da waren zwei Dinge.


Einmal kamen seine erwarteten Gäste viel zu spät. Sie hätten schon längst hier sein müssen, doch es war scheinbar so, dass er sich, als er den Portschlüssel schuf, verschätzt hatte. Er hatte den Zauber eigentlich so geformt, dass die Shinobi hier auf Hogwarts Gelände landen würden, Ursprungsziel war sein Büro gewesen, doch scheinbar war der Zauber zu schwach und zu ungenau gewesen. Und nun machte er sich Sorgen.


Um die Mittagszeit hatte er mit ihnen gerechnet und jetzt war es später Abend. Das gesamte Gelände hatte er absuchen lassen und die Gemälde, Geister beziehungsweise Hauselfen sollten die Augen offen halten und ihm sofort Bescheid geben, sofern sie etwas Ungewöhnliches sahen.


Immerhin wusste der Schulleiter seit einiger Zeit, dass die Shinobi tatsächlich hier in der Gegend angekommen waren, doch das irgendwo – jetzt mochte einer endlich mal die Bedeutung dieses schrecklichen Wortes begreifen – im verbotenen Wald. Albus Dumbledore fuhr sich unruhig durch den Bart. Auch er kannte die Gefahren des Waldes nur allzu gut und kein normaler Zauberer würde sich dort mit guten Gewissen hinein wagen, denn oft bedeutete dies den sicheren Tod auf längerem Zeitraum.


Nur Hagrid konnte sich dort regelmäßig hinein wagen mit der Gewissheit, dass er auch wieder heraus käme. Als Halbriese wurde er dort zumindest akzeptiert. Doch wenn seine Berechnungen um den missglückten Transportzauber stimmten, dann waren die Shinobi wirklich sehr weit im verbotenen Wald gelandet, dazu noch konnte er nicht den genauen Ort bestimmen. Etwas das wieder herum hieß, dass es dann am Ende mehr oder weniger Zufall war, ob sie hier ankamen.


Doch er wusste auch, dass bei Shinobi die Chancen wesentlich höher waren eine solche gefährliche Wanderung durch den Verbotenen Wald zu überleben, als bei jemanden aus seinem Volk. Denn er hatte vor vielen, vielen Jahrzehnten gesehen, wie Shinobi arbeiteten und lebten. Damals war Tsunade noch sehr jung gewesen und jetzt war sie eine ansehnliche Dame. Also es war schon eine geraume Zeit her, doch er wusste nicht wie viel sich inzwischen unter Ninjas der Umgang mit etwas vollkommen Fremdem geändert hatte.


Damals hätten sie ihn schon bei ihrer Ankunft fast ohne Nachzudenken getötet, nur weil er für sie sehr unlogische Dinge mit seinem Zauberstab getan hatte und als Bedrohung für ihr Gebiet gewirkt hatte. Nur schwer hatte er sie davon überzeugen können, dass er kein Feind war. Das Einzige was ihn wohl gerettet hatte, war seine fremde, den Ninja unbekannte Sprache. Die hatte den Ninjas signalisiert, dass er wohl wirklich Fremd war. Andererseits war es danach sehr beschwerlich gewesen die Leute verstehen zu lernen. Aber er hatte auf seiner Reise ins Land der Shinobi gelernt, dass da durchaus freundliche Leute lebten. Ob Ninjas heute immer noch so waren?


Das war nämlich nebenbei seine größte Befürchtung. Die Regeln der Ninja waren hart und unerbittlich. Genauso wie ihr Leben. Jeder einzelne dieser Ninja hatte mehr Tod, Krieg und Zerstörung gesehen, als er es jemals tun würde. Zwar hatte er schon in der Vergangenheit in großen Schlachten gekämpft und selbst auch schon getötet um sein Leben und das von Anderen zu verteidigen und zu retten, doch das ließ sich nicht mit dem Ninja Dasein vergleichen. Ninjas wurden darauf trainiert zu kämpfen, zu töten.


Schon im jungen Alter gab man ihnen scharfe Waffen in die Hand, damit sie lernten wie man mit ihnen umging und im erwachsenen Alter ebenfalls Ninja zu werden. Und war ein Ninja im ganzen Land bekannt, so war die Nation stolz auf ihn, weil er so gut töten konnte. Der Schulleiter fragte sich, ob er die richtige Entscheidung getroffen hatte.


Bei dem Gedanken daran, dass die Ninja diese Waffen auch in der Schule tragen würden, wurde ihm fast übel. Was wenn einer der Schüler diese Waffen in die Hände bekam? Nicht auszudenken! Vielleicht konnte er Vorsichtsmaßnahmen treffen?


-


Staunend liefen die fünf leicht verwirrten Ninja Hagrid hinterher. Sie waren durch ein riesiges Portal geführt worden, dass schon fast so riesig war, wie das Eingangstor Konohas. Mit Leichtigkeit hatte der Riese, dem sie folgten, die Türen auf gestemmt und sie hindurch gelassen. Nun lief der Mann, dessen seltsame Erscheinung sie immer noch ein wenig einschüchterte, voran und führte sie durch das Schloss.


Dieses wundersame Schloss übertraf alles, was sie bisher gesehen hatten.


Kakashi kam sich vor wie in einem Traum. Er hatte schon vieles erlebt und gesehen in seinem langen Leben als Ninja, doch das hier übertraf alles. Er warf einen kurzen Blick auf die schwebenden Kerzen, die in keinem Halter waren und so intensiv leuchteten als wären es Tausende, doch ohne dass Wachs auf den Boden tropfte. Auch es schienen die Kerzen einfach nicht nur zu schweben, sondern auch noch ihnen hinterher zu fliegen. Sie erhellten den Gang und gab noch ganz andere wundersame Dinge preis.


Da waren Rüstungen, die laut klapperten, wenn man an ihnen vorbei lief oder auch seltsame Zwerge mit riesigen Ohren und großen Glubschaugen.


Sakura hatten sie schon einen Schreck eingejagt, denn als sie um eine Ecke gebogen waren, war ihnen dieses seltsame kleine Wesen entgegen gekommen. Sie hatte sich herunter gebeugt und es an gestupst. Darauf war das Wesen mit einem lauten Knall und ein wenig Rauch verschwunden. Sakura hatte zunächst gedacht, dass sie das Wesen jetzt umgebracht hätte und hatte sich schwere Vorwürfe gemacht.


Als sie sich bei ihrem neuen Führer, dessen Namen sie nicht kannte, entschuldigen wollte, dachte sie zunächst, so wie sie alle, dass sie jetzt einen Bewohner dieses Schlosses getötet hätten, doch der Fremde schien nicht verärgert.


Eher amüsiert und machte er Sakura dann mit Händen und Füßen begreiflich, dass nichts geschehen war. Zu Sakuras großer Beruhigung war das kleine Wesen einige Ecken später wieder aufgetaucht, war aber schnell davon gehuscht.


Nun liefen sie einen langen Gang hinunter und Kakashi hatte keine Ahnung wo sie sich befanden. Dieses Schloss war von innen viel größer, als es von außen zunächst den Anschein hatte und Logik schien es auch nicht zu geben. Schon ein paar Mal hatte er den Mond durch ein Fenster scheinen sehen, wo er eigentlich nicht scheinen konnte. Kakashi fragte sich, ob das gesamte Schloss so war und ob sich daraus noch Probleme entwickeln könnten.


Sasuke, als misstrauischer Mensch, wollte lieber wissen, wo genau man sie jetzt hin brachte. Der Marsch schien ewig zu dauern, so kam es ihm vor, denn anders als im Wald zuvor hatte er nun kein Ziel vor Augen. Sehr viel Vertrauen brachte er dieser Umgebung nämlich nicht entgegen.


Vorhin hätte er schwören können, dass sich ein paar der Bilder bewegt hätten, doch als er sich umdrehte und genauer hinsah, war ein Bild verschwunden. Es war als hätte man einen leeren Rahmen aufgehängt. Er hatte versucht mit seinen Sharingan dahinter zu kommen, doch er hätte fast einen Schock erlitten.


Die Energien in diesem Schloss waren so mächtig und intensiv, dass er nur einen Strudel aus Farben sah. Scheinbar musste er seine Augen noch an die fremde Präsenz gewöhnen, so hoffte das er es zumindest. Denn es wäre fatal, wenn er seine Sharingan hier – bei einem so wichtigen Auftrag - nicht benutzten könnte.


Ob es Neji genauso ging?


Doch Sasuke sah, dass Neji im Moment andere Probleme hatte. Sie waren an einer großen langen Treppe angelangt und ihr Führer signalisierte ihnen sich zu beeilen. Doch Neji, der an der Spitze der Gruppe stand, wollte die Treppe nicht betreten. Seltsamerweise.



$Neji, geh doch bitte voran, wir wollen nicht den ganzen Tag hier stehen bleiben. $


$Das sagst du so einfach, hast du dir mal die Treppe angesehen, Sakura? Hast du etwas derartiges schon einmal gesehen? $



Nun sah sich auch Sasuke Uchiha die Treppe genauer an. Die Stufen hörten einfach mitten drin auf! Sie gingen in den Raum hinein und endeten dann einfach. Darunter kam dann erst in vielen Meter Tiefe der Boden. Und das Ende, da wo die Treppe eigentlich ursprünglich hingehen sollte, war ein paar Meter entfernt. Das war doch Wahnsinn. Ein falscher Sprung und man war tot.


Naruto regte sich als Erster und betrat mutig die Teil Treppe. Als Ninja konnte ihnen nicht viel passieren, sie würden auch den Fall überleben, denn sie konnten sich abfangen und waren schon aus viel größerer Höhe gestürzt. Aber wenn die Treppe selbst diesen Riesen trug, konnte sie nicht einstürzen oder abbrechen. Kakashi schoss derselbe Gedanke durch den Kopf.



$Kommt schon. Dieser Mann scheint zu wissen, was er tut. Es muss eine Möglichkeit geben, wie die Treppe uns ans andere Ende bringt. Denn es sieht nicht so aus, als wolle unser Führer springen, so wie wir es tun würden. Dazu ist er zu schwer und viel zu groß$, sprach der Anbu und betrat die Treppe, wenn auch wachsam.



Ein wenig misstrauisch, und in Sakuras Fall sehr vorsichtig, folgten sie. Als sie alle die Schwelle überschritten hatten, setzte sich die Treppe wie durch einen stummen Befehl mit einem Ruck in Bewegung und schwebte auf das andere Ende zu.


Sasuke sah mit Staunen, wie sich die Steintreppe von der Plattform löste. Wie war das möglich? Es hatte keine Unterbrechung im Stein gegeben als sie die Treppe betreten hatten. Er war versucht wieder seine Sharingan zu aktivieren, um diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen, doch in weiser Voraussicht ließ er es dann doch lieber. Es wäre nicht gut auf einer schwebenden Treppe, direkt vor seinen Kameraden oder gar vor Naruto ohnmächtig zu werden, weil seine Sinne verrückt spielten. Diese Blöße wollte er sich nicht geben. Doch entgegen seiner Erwartungen kamen sie heil am anderen Ende an. Diesmal achtete Sasuke genau darauf, was mit den beiden, scheinbar abgeschnittenen Stellen geschah.


Sie schienen zu verschmelzen und bildeten eine vollkommene Einheit, als sie dann die Teiltreppe verließen. Der Übergang war nahtlos, als wenn sie schon immer verbunden gewesen wären. Er fragte sich, was das sein könnte. Keine Jutsu, das er kannte, konnte das bewerkstelligen und er kannte viele Künste. Als sie weitergingen und Sasuke sich noch einmal umdrehte, sah er wie die vermeintliche Treppe wieder zurück schwebte.


Es war fast, als würde sie fahren. Ignorierte man die Tatsache, dass die Treppe durch die Luft flog, so sah es beinahe so aus, als wenn sie ein Boot wäre, dass an einem Seil hin und her gezogen wurde, um die Fahrer sicher an das andere Ufer zu bringen. Ratlos und verärgert zugleich ging er weiter. Er hasste es, wenn sie vor ihm Rätsel auftaten, die er weder lösen noch verstehen konnte.


Die nächste Hürde, so sah es Sasuke, schien ihm die Sackgasse zu sein, in die der riesige Mensch vor ihnen sie geführt hatte. Hier war nichts, außer ein paar Bildern und einem steinernen Wasserspeier, der am Ende des Ganges auf einem Sockel thronte. Im ersten Moment dachte Sasuke, dass dies eine Falle wäre, aber er rief sich zur Ordnung. Auch wenn es hier nichts gab, warum würde man sich so eine komplizierte Falle ausdenken, wenn man die Angreifer nicht einmal kannte, noch dazu nicht das leiseste Anzeichen von Angriff hatten verlauten lassen.


Doch dies war anscheinend der richtige Weg, wenn er denn zu ihrer Zielperson führte. Denn der Riese, dessen Namen Sasuke leider nicht verstanden hatte, blieb kurz davor stehen und sprach ein einzelnes Wort aus. Da kam ihm die Erkenntnis. Ein Passwort.


Der Schulleiter, so fern sie denn richtig waren, war geschützt. Logisch, denn so weit er sich erinnern konnte, befand sich dieses Land im Krieg. Skeptisch betrachtete Sasuke wie der Wasserspeier zum Leben erwachte, zur Seite rutschte und eine schmale Treppe preisgab, die der Riese nun erklomm. Verstohlen sah er zu Neji. Ob der etwas sehen konnte? Sasuke rechnete im Hinterkopf immer noch mit einer Falle, zog sein Kunai aber nicht.


Die Fähigkeit, mit den Augen Wände durchdringen zu können, war sehr nützlich und es wäre noch fataler, wenn er sie hier nicht anwenden könnte. Tsunade hatte schließlich gesagt, dass sie diese Leute hier beschützen sollten. Und ohne Nejis natürliche Gabe würde das ihre Mission sicher erschweren. Das galt aber nur, falls der Hyuuga so wie er Probleme mit der Aura des Schlosses hatte.



$Neji! $, zischte Sasuke leise. Jener drehte sich unauffällig zu ihm um, sodass die Anderen es nicht mitbekamen. Fragend sah Neji den Uchiha an.


$Was ist? $, kam es ebenso zurück.


$Siehst du was? Ich habe nämlich Probleme mit den Sharingan. $ Sasuke hasste sich dafür, das zugeben zu müssen. Er mochte es nicht, vor anderen Leuten eine Schwäche zu offenbaren. Dennoch konnte man Neji vertrauen, wenn es darum ging, versteckte Fallen aufzudecken.



Neji sah den Uchiha für einen Moment lang an. Er wusste, was dieser meinte. Dieses Schloss strahlte ein seltsames Licht aus, das er nicht zu deuten vermochte. Es bewegte sich, war farbig und strahlte. Es war kein normales Licht, dafür war es zu dicht, aber es war auch kein Chakra. Chakra war aggressiver. Es war, als würde man eine gefährliche Raubkatze mit einem gezähmten Stubenkater vergleichen. Jetzt wandte er sich dem Uchiha zu, der immer noch auf seine Antwort wartete.


$Ich kann nur teilweise etwas sehen. Manchmal ist es, als wenn sich ein Schleier über einen Raum oder eine Wand gelegt hätte, der nur schwer zu durchdringen ist. Vielleicht um Räume zu verstecken.$


Nach einer Pause, in der Neji noch einmal seinen Blick schweifen ließ, setzte er fort:


$Dieses Schloss scheint mir sowieso sehr groß. Was den nächsten Raum betrifft, so kann ich nur schemenhaft eine Gestalt erkennen. Doch ich kann nicht sagen, ob die Abschirmung von ihr oder dem Raum selbst ausgeht. Auf jeden Fall ist der Raum gut geschützt. $



Sasuke nickte. Etwas sehr Ähnliches hatte er auch schon bemerkt. Er kam zu dem Schluss, dass dies Schloss seltsam war. Mehr als seltsam sogar. Und für gewöhnlich war Seltsamkeit ein Anzeichen von Gefahr.


Hagrid ging voraus zum Büro des Schulleiters und warf dabei einen kurzen Blick zurück zu den neuen Gästen. Er wusste nicht, was er von ihnen halten sollte. Zuerst hatte er sie für gefährlich gehalten mit ihren Waffen und ihren misstrauischen Gesichtsausdrücken. Doch nachdem er gesehen hatte, dass sie wie Muggel, nämlich vollkommen hilflos, auf Magie reagierten, fragte er sich, ob sie eine gute Unterstützung im Kampf gegen Voldemort wären.


Sie wirkten wie die Erstklässler, die jedes Jahr hier neu ankamen und voller Staunen alles begutachteten als wären sie in einem Märchenschloss. Sie hatten Angst vor Hauselfen und die sich bewegenden Bilder, in Hogwarts vollkommen natürlich, hatten sie mit Skepsis betrachtet.


Erstklässler gewöhnten sich recht schnell and die neuen Umstände, doch wie mochte es mit Fremden aussehen, die - soweit er das wusste - aus einer ganz anderen Kultur kamen? Konnten die sich so einfach in ihr System einfügen? Doch Hagrid würde nicht wagen seine Zweifel vor Professor Dumbledore zu äußern. Dieser Mann wusste, was er tat. Er hätte diese Ninja sicher nicht gerufen, wenn er nicht vollstes Vertrauen in sie gehabt hätte. Seine Bedenken beiseite legend, hob er die riesige Faust und pochte an die Tür.


Als die Besucher und Hagrid nach einem ruhigen ‚Herein’ durch die Tür traten, scannten die Ninja automatisch den Raum. Es war ein Reflex sich zuerst im fremden Territorium umzusehen und zwar so unauffällig, dass niemand etwas bemerkte. Doch wie sie schnell feststellen mussten, war dieser Raum zum Kämpfen denkbar ungeeignet.


Denn der Raum war kreisrund und mit vielen seltsamen silbernen Instrumenten ausgestattet, die auf kleinen Tischen und Regalen standen, surrten und kleine Rauchwolken ausstießen. An den Wänden hingen große Gemälde von vielen Männern und Frauen, die – wenn man den kleinen Schildern unter den Rahmen glaubte – wohl einst diese Schule geführt hatten. Allerdings hatten sie nicht viel Zeit sich über die Begebenheiten des Raumes zu wundern, denn hinter einem gewaltigen klauenfüßigen Schreibtisch saß ein Mann mit einer Ausstrahlung wie die Ninja es wohl noch nie zuvor gesehen hatten.


Sasuke ließ seinen Blick über den Mann schweifen, der wohl der amtierende Schulleiter war. Der Fremde vor dem Tor hatte sie also direkt zu ihrem Auftraggeber geführt. Albus Dumbledore, wenn er sich recht erinnerte. In seinem Kopf wiederholte Sasuke den Namen und es erschien ihm, als hätte der Name allein eine Macht. Nicht sehr verwunderlich, wenn man sich den Namensträger dazu ansah. Der Mann saß aufrecht hinter seinem Schreibtisch auf einem hohen Stuhl und betrachtete sie mit durchdringenden, hellblauen Augen.


Sicher versuchte der Schulleiter sie ebenso einzuschätzen wie sie es gerade bei dem scheinbar alten Mann taten. Sasuke betonte in Gedanken das Wort ‚scheinbar’, denn dieser Mann wirkte ungefähr so gebrechlich und senil, wie Orochimaru harmlos. Es war eine instinktive Ehrfurcht, die Sasuke diesem Mann entgegen brachte. In dessen Augen sah er Weisheit und Stärke. Eine Stärke, die vielleicht nicht auf nur Künsten beruhen mochte, sondern eher wohl wie bei dem ehemaligen Sandaime Hokage auf Ausstrahlung seiner Macht und aus Verständnis für Seelen anderer Menschen bestand.

Er verneigte sich leicht zum Gruß.


Auch Neji tat es Sasuke nach.

Wie dieser hatte er Erfahrung damit gemacht, wie man sich verhielt, wenn man einem mächtigen Älteren gegenüber stand. Die lange Zeit der Unterdrückung durch die Hauptlinie in der Hyuuga Familie hatte ihm gelehrt, das Höher gestellte, wie dieser Mann da drüben, sehr gefährlich werden konnten, wenn man sich ihren Anweisungen absichtlich widersetzte.


Wenn dieser Mann ein Ninja gewesen wäre, so hätte Neji wohl vor ihm Angst gehabt.

Auch wenn er sich das niemals eingestehen würde. Ein Ninja durfte keine Angst fühlen. Es war ein ähnliches Gefühl, wenn er Naruto und Sasuke beim kämpfen zusah und diese wieder all ihre Chakra benutzen. Oder besser gesagt, wenn diese nur noch ihre Chakra benutzen und sich mit roher Gewalt bekämpften. Das war übermenschlich und selbst für Ninja nicht mehr normal. Eben jenes Gefühl hatte ihn gerade eben wieder ergriffen.


Auch diesen Schulleiter würde er als rohe Gewalt bezeichnen.

Nur das dieser seine Kraft besser verstecken konnte, als Sasuke oder gar Naruto. Schließlich war er ja auch sehr viel älter und hatte demnach auch mehr Erfahrung. Trotzdem betrachtete er die langen Haare, die – ebenso wie der Bart - im Gürtel steckten. Er trug eine lange Robe, dazu einen purpurroten Umhang und unter dem Schreibtisch lugten Schnallenstiefel hervor. Seine blauen Augen leuchteten förmlich hinter den Halbmond förmigen Brillengläsern hervor.


Heraus stechend war auch die lange krumme Nase, die aussah, als wenn sie mindestens zweimal gebrochen wäre. Das war also Albus Dumbledore. In dem Moment, wo sich dieser eine runde kleine Süßigkeit in den Mund steckte, war er sich sicher, dass er diesem Mann niemals wieder vergessen könnte.


-


Als erstes wandte sich Dumbledore Hagrid zu, nachdem die Ninja mit diesem eingetreten waren. Er hatte von Dobby dem Hauselfen erfahren, dass ihre Gäste angekommen waren. Scheinbar hatten sie doch den Weg aus dem Wald herausgefunden. Beeindruckend, doch er wollte sich lieber in Ruhe mit den Leuten befassen, die in den nächsten Monaten das Schloss bewachen würden. Das wollte er aber nicht vor Hagrid tun, denn der sonst so gutmütige Halbriese war seit den Ereignissen im letzten Jahr sehr viel misstrauischer geworden.


Er konnte es ihm nicht verübeln. Viele schreckliche Dinge waren passiert, von denen er sich wünschte, dass er sie rückgängig machen könnte. Doch dazu war selbst ein Albus Dumbledore nicht fähig.


Guten Abend, Hagrid!“, begrüßte er den Wildhüter dennoch freundlich, ungeachtet dessen, was für Sorgen ihn wirklich plagten.


N’ Abend Dumbledore, Sir. Hab die Besucher gefunden, die sie so dringend sehen wollten. Kam ’n direkt aus `m Wald heraus!“


Danke sehr, dass du sie her gebracht hast. Gab es irgendwelche Probleme?“


Hagrid runzelte kurz die Stirn. Wie weit sollte er jetzt erzählen? Die seltsamen Fremden sprachen ihre Sprache nicht, wunderten sich über jedes bisschen Magie und waren am ganzen Körper bewaffnet. Zuerst hatte er sie mit Todessern verwechselt, doch diese hätten anderes reagiert. Er schüttelte sein riesiges Haupt, sodass das buschige Haar hin und her flog.


Nein, Dumbledore, Sir. Nichts Erwähnenswertes. Sind nur ein wenig ungewohnt und überrascht, was die Umgebung betrifft.“


Der Schulleiter nickte und winkte Hagrid dann hinaus. Dieser schulterte seine Armbrust, die er die gesamte Zeit dabei gehabt hatte und verließ den Raum wieder. Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss und auch lange nachdem sie zugefallen war, herrschte noch eine abwartende Stille im Raum. Keiner wusste so recht was er sagen sollte.


Der Schulleiter sah alle Ninja erwartungsvoll an und musterte sie derweil auch. Die Shinobi zogen es vor erstmal zu schweigen. Was hätten sie auch sagen sollen? Die kurze Konversation eben, hatte ihnen erneut gezeigt, dass sie ja doch nichts verstehen würden. Aber hätte Tsunade das nicht eigentlich wissen müssen?


Kakashi atmete aus und sammelte sich wenig. Um sein Leben brauchte er nicht fürchten, denn er könnte diesen alten Mann schneller töten, als dieser jenen Vorgang überhaupt realisieren könnte, doch das würde sie auch nicht weiter bringen. Plötzlich viel dem Gruppenführer ein, dass sie überhaupt nicht wussten, wie sie wieder zurückkommen sollten. Die Schriftrolle, welche sie auf eine sonderbare Art und Weise hergebracht hatte, hatte sich nach einer Weile in Luft aufgelöst und war verpufft.


Sie waren also davon abhängig, wenn sie je wieder nach Hause kommen wollten, das dieser Mann zunächst einmal das Sprachproblem bewältigen würde. Denn der Gedanke nie wieder nach Hause zu kommen, war in diesem Fall ein wenig anders als in den vielen Fällen, wo er gedacht hatte, dass er bestenfalls als Leiche nach Konoha zurückkehren würde. Also versuchte er es noch einmal mit seiner Anrede, die bei dem Riesen allerdings nicht funktioniert hatte. Die grausige Vorstellung, was passieren würde, wenn sie vollkommen falsch gelandet waren, drängte er zurück und ignorierte sie.



$Konichiwa. Ich suche eine Zauberschule mit dem Namen ‚Hogwarts’. Ein Mann namens Albus Dumbledore hat uns beauftragt. Wir müssen ihn sehen.$



Bei diesen Worten verbeugte sich Kakashi und sah seinen Gegenüber fest in die Augen. Er erwartete keine sonderlich große Reaktion. Denn es bestand ja immerhin noch die Möglichkeit, dass dies nicht Albus Dumbledore war und der Riese sie einfach nur zu seinem Boss geführt hatte. Allerdings hatte Kakashi das Gefühl, dass sie hier richtig waren. Mit der nächsten Aktion hatte er trotz seiner langen Erfahrung als Ninja nicht gerechnet. Der Angesprochene stand hinter seinem Schreibtisch auf, ging um diesen herum, verneigte sich ebenfalls und begrüßte ihn dann in seiner Sprache.



$Guten Abend. Mein Name ist Albus Dumbledore und der Mann, der den Auftrag an Tsunade-sama geschickt hat. $



Die Anbu waren ein wenig geschockt, zeigten es aber selbstverständlich nicht. Nur in Sakuras Augen konnte man ein wenig Überraschung lesen, doch sie fing sich schnell wieder. Sie hatten, seit dem Vorfall von vorhin, nicht damit gerechnet jemanden zu treffen, der ihre Sprache sprach. Schließlich waren sie weit weg in einem fremden Land, doch dann schalt sich Kakashi im Inneren einen Baka. Wie hätte Dumbledore-sama der Hokage einen Brief schreiben können, wenn dieser ihre Sprache nicht beherrschte? Zugegeben, Albus Dumbledore hatte einen fürchterlichen Akzent, der in den Ohren der Ninjas sehr merkwürdig klang, doch sie bemerkten, dass die Sprache flüssig und vollkommen fehlerfrei war. Er schien sie also schon länger zu sprechen.



$Es freut mich sehr sie kennen zu lernen, Dumbledore-sama.$


$Hai! $, kam es nun auch von den anderen und selbst Naruto verbeugte sich. Etwas das nicht oft geschah. Doch scheinbar hatte auch ihm Albus Dumbledores Erscheinung ein wenig Respekt eingeflößt. Sie alle bemühten sich um eine neutrale Miene der Gesichter, mehr oder weniger. Sie wussten noch nicht, ob ihr Auftraggeber zu der Sorte Mensch gehörte, der nur wollte, dass sie still und leise ihren Job erledigten oder ob er lieber mit den Menschen in ihnen sprach und nicht mit der gefühllosen Waffe, die sie als Anbu repräsentierten.


Beides hatten sie schon erlebt und je nach dem wie gut sie sich auf ihren Auftraggeber einrichten, desto leichter konnten sie arbeiten. Es gab für einen Anbu nichts Schlimmeres als Unstimmigkeiten mit dem Auftraggeber.


Doch scheinbar schien Albus Dumbledore zu den Leuten zu gehören, die sich gerne mit Menschen unterhielten. Er zog nämlich einen langen Holzstab heraus, der irgendwie alt und trotzdem edel aussah, schwenkte ihn in seltsamen Kreisen durch die Luft und im nächsten Moment erschienen ein paar Stühle.


Der Schulleiter gebot den Ninjas sich zu setzten. Diesen war das zwar im ersten Moment unangenehm und saßen zunächst ein wenig steif auf den Stühlen, da sie diese Art zu sitzen nicht gewöhnt waren, doch schnell galten ihre Gedanken etwas anderem als ihrer Sitzgelegenheit.


$Also, Dumbledore-sama$, begann Kakashi. $Sie sandten ein Auftragsgesuch zur Hokage. Alles was wir wissen, dass wir hier ein Jahr lang diese Schule beschützen sollen. Wie genau soll dieser Schutz aussehen? $



Kakashi wusste, dass er damit fast mit der Tür ins Haus fiel, doch er ignorierte diese Tatsache. Er wollte endlich klare Verhältnisse. Auch Albus Dumbledore war froh darüber, dass die Ninja das Auftragsgesuch sofort klären wollten. Dann wäre auch ihm wider etwas wohler in der Haut, denn er wusste nicht mehr ganz genau, wie effektiv Chakra gegen Magie war.


Deswegen wollte er es auf keinen Fall zu Auseinandersetzungen kommen lassen. Denn ohne den Einfluss von Magie oder Chakra waren Ninja Zauberern klar überlegen. Niemand war körperlich so gut trainiert in ihrer Welt.



$Ich möchte ihnen erst einmal danken, dass sie diesen Auftrag angenommen haben. Er wird gewiss nicht ganz ungefährlich, vor allem, da sie viele Dinge hier in dieser Welt nicht kennen, doch alle meine Leute werden sie unterstützen und ihre Fragen beantworten, wenn sie welche haben. $


Diese Gelegenheit nutze Sakura um eine Frage zu stellen. Nun konnte sie sogleich das sprachliche Problem ansprechen.


$Gomen nasai, Dumbledore-sama. Aber ich hätte da mal eine Frage: Wie sollen wir hier ein Jahr lang leben ohne, dass wir die Sprache verstehen oder sprechen?$



Sakura wusste, das es vielleicht unhöflich war den Schulleiter nach seiner Vergangenheit auszufragen, obwohl man sich noch nicht einmal vorgestellt hatte, doch wenn sie das ganze Jahr nicht vollkommen hilflos gegenüber dieser neuen Sprache sein wollten, dann mussten sie das sofort klären.



$Ah! Gomen nasai. Das habe ich vergessen. $, antwortete Albus Dumbledore. $Natürlich müssen sie die Sprache und unsere Schrift nicht selbst lernen. Ein kleiner Zauber, den ich sprechen werde, wird ihnen ermöglichen, dass sie sowohl unsere Sprache als auch unsere Schrift beherrschen. $


$Wie soll das denn bitteschön funktionieren? $, rief Naruto dazwischen. $Man lernt doch eine Sprache nicht einfach so. $



Es war für den Fuchsninja höchst unlogisch. Bei ihnen zu Hause sprach man eigentlich überall dieselbe Sprache, nur das in verschiedenen Regionen unterschiedliche Dialekte gesprochen werden konnten. Manchmal wirkten diese Dialekte zwar wie eine eigne Sprache, aber zur Not verstand man sich auch so.



$Nun, junger Mann. Dieser Zauber fügt ihnen das Wissen der neuen Sprache hinzu. Es ist nicht sehr einfach diesen Zauber zu erlernen und kaum Jemand wendet diesen Spruch auf etwas Anderes an. Er ist geschaffen worden, um sprachliche Hürden überbrücken zu können. Bei anderem Wissen funktioniert das nicht, da das Wissen nach einiger Zeit wieder verschwindet. $


$Das bedeutet also, dass wir uns weiterhin in unserer eignen Sprache unterhalten können? $, fragte Kakashi.


$Genau! $, antwortete Albus Dumbledore. $Wenn sie wollen, so können wir gleich damit beginnen, sodass sie sich an die neue Sprache gewöhnen können.$



Allgemeines Kopfnicken.

Dumbledore stand auf und trat zuerst auf Kakashi zu, der sichtlich mit Abstand der Älteste war.


Der Weißhaarige fühlte sich sehr unwohl als der Schulleiter den Holzstab auf ihn richtete. Es kam ihm vor, als würde er bedroht. Sicher war dieser Stock auch als Waffe verwendbar. Ob sie ihn nutzen um ihre Chakra, oder besser gesagt, ihre Magie zu bündeln? Kakashi schloss die Augen und wartete darauf, dass etwas passieren würde.


Die Anderen sahen gespannt zu, wie der Schulleiter seinen Zauberstab hob und ein paar fremdländisch klingende Worte sprach und dazu mit in der Luft herum wedelte. Naruto fühlte sich ein wenig verarscht, doch gerade als er seinen Unmut verlauten lassen wollte, kam ein silberner Faden auf den Holzstab und schien irgendwie in Kakashis einzudringen. Als Kakashi kurz aufkeuchte, wollte Naruto schon mit gezücktem Kunai vorstürmen um seinen Meister zu helfen, doch Sasuke hielt ihn zurück.


Er packte ihn fest am Arm und stemmte sich gegen die Vorwärtsbewegung Narutos. Es war hart, da Naruto sehr viel Kraft hatte, doch zum Glück öffnete Kakashi-sensei in diesem Moment die Augen, sodass die Bewegungen des Fuchses erstarrten.


$Kakashi-sensei! Sind sie in Ordnung? Ich werde diesen alten Mann töten, wenn er ihnen was angetan hat! $, kam es von Naruto. Und er meinte es ernst. Niemand verletzte seine Kameraden.


Nein, Naruto. Danke, es geht mir – hä?“


Kakashi sah verwirrt zu Dumbledore, der nur entschuldigend lächelte.


Es ist nicht Schlimmes. Keine Sorge. Ihr Gehirn muss sich zuerst noch an die neuen Informationen gewöhnen, die es erhalten hat. Deswegen kann es passieren, dass sie die Sprachen noch eine Weile verwechseln, doch das ist bis spätestens morgen früh wieder verschwunden.“



Dasselbe erklärte er auch Naruto, Sasuke, Sakura und Neji. Da diese ein zustimmendes Zeichen von Kakashi bekamen, willigten nun auch sie ein, den Sprachzauber über sich ergehen zu lassen. Brav setzten sie sich auf ihre Stühle und ließen sich den Zauber über sich ergehen. Bei Sakura und Neji lief es ähnlich wie Kakashi. Nur Sasuke und Naruto machten mal wider Schwierigkeiten.


Sasuke weigerte sich standhaft seine Augen zu schließen und starrte während des Zaubers Dumbledore mit einem kalten Blick ins Gesicht, als wenn dieser gedroht hätte ihn umzubringen. Aber es war nichts Ernstes, zeigte nur mal wieder Sasukes sehr misstrauisches Verhalten, dass er an den Tag legte seit er wieder in Konoha war und das sich in all der Zeit nicht ein bisschen gebessert hatte.


Schwieriger hatte es Dumbledore mit Naruto, der als Letztes an der Reihe war. Dreimal musste der Schulleiter den Zauber sprechen bis dieser wirkte. Der Schulleiter verstand das nicht, meinte nur etwas von einer Barriere in Narutos Kopf. Der Chaos Ninja wusste natürlich sehr genau, warum der Zauber zuerst nicht funktioniert hatte. Kyuubi, der neunschwänzige Dämonenfuchs, der seit seiner Geburt in ihm gebannt worden war und ihn ihm lebte, hatte den Zauber einfach mit seinem Chakra abgeblockt, als er spürte, dass etwas versuchte in Narutos Kopf einzudringen.


Beim zweiten Mal überprüfte er, ob Narutos Erklärung stimmte und der Zauber wirklich harmlos war, deswegen wirkte erst der dritte Zauber. Doch Albus Dumbledore bekam von dem nichts mit. Stattdessen konzentrierte er sich lieber auf etwas Anderes. Etwas viel Wichtigeres.


So“, sprach Albus Dumbledore. „Da die sprachlichen Probleme behoben sind, können wir uns ja nun einander vorstellen und uns dann anderen Dingen zuwenden. Wie schon einmal gesagt: Ich bin Albus Dumbledore. Schulleiter von Hogwarts, die Schule für Hexerei und Zauberei. Um Fragen zu vermeiden: Ich bin 123 Jahre alt und erfreue mich bester Gesundheit.“


Von dieser Nachricht waren die Ninja, doch etwas geschockt. Noch nie hatten sie einen Menschen getroffen, der so alt war Albus Dumbledore. In ihrer Welt starben die Menschen meist im Kampf und man wurde nicht sehr alt. Selbst die San-nin, welche jetzt fast 50 Jahren zählen mussten, galten als alt. Kakashi kam sich deswegen ein wenig desorientiert vor, als er sich vorstellte. Er stand auf und verneigte sich.


Ich bin Hatake Kakashi, Führer der Anbu Einheit und 36 Jahre alt. Ich bin der Leiter dieser Gruppe und hoffe, dass wir ohne Probleme miteinander arbeiten können. Ich bin Ninja seit ich 5 Jahre alt bin und den Rang als Anbu erwarb ich erstmalig mit 12 Jahren. Ich bin es gewöhnt mit Schülern umzugehen, also müssen sie sich deswegen keine Sorgen machen.“



Für die anderen Ninja war das nicht überraschend, sie kannten ja die Geschichte ihres Meisters. In Nejis Augen war Bewunderung zu lesen, während der Schulleiter sichtlich geschockt war. Ein Ninja mit 5 Jahren! Und Anbu mit 12! Kaum zu glauben.

In ihrer Welt wäre das undenkbar!


Trotzdem versuchte er sich nichts anmerken zu lassen, da er nicht unhöflich wirken wollte. Die weiß silbernen Haare betrachtete er zudem mit leiser Neugierde. Zuerst hatte er Kakashi für einen alten Mann gehalten, denn Maske und Stirnband verbargen eventuelle Falten und Narben. Was wohl der Grund sein mochte, dass er sein Gesicht verbarg? Dumbledore tippte darauf, dass Kakashi Hatake womöglich zu den Leuten gehörte, die in ihrem Beruf Opfer gebracht haben mussten.


Jetzt stand Neji auf und wieder erschreckte sich der Schulleiter. Die weißen Augen starrten ihn an und der erste Gedanke war, dass dieser junge Mann womöglich blind sein mochte. Welch ein hartes Schicksal für einen Menschen in so einem jungen Alter!


Guten Tag, Dumbledore-sama. Ich bin Hyuuga Neji. Ich bin komme aus einer alten Familie, in der diese Augen vererbt werden. Ich bin nicht blind geboren, sondern es sind nur meine Augäpfel vollkommen weiß. Dadurch ist es mir erlaubt sogar durch Wände und nach hinten zu sehen. Im Umkreis von etwa 200 Metern entgeht mir nichts. Ich bin 19 Jahre alt und werde aber bald 20.“


Neji setzte sich wieder. Jetzt stand Sakura auf.


Guten Tag. Ich bin Haruno Sakura, 17 Jahre alt. Ich bin kein Anbu, aber ich verfüge über viel Wissen und habe bei Tsunade Hokage-sama meine Heiler Fähigkeiten erlernt. Ich bin jetzt eine voll ausgebildete Medi-nin. Meine Ninja Ausbildung habe ich allerdings noch nicht abgeschlossen.“


Das könnte noch sehr nützlich sein, dachte Dumbledore. Madame Pomfrey arbeitete auf Grund der Krisensituation in England jetzt in dem St. Mungos Krankenhaus und musste ihre Stelle hier aufgeben. Sie hatten zwar eine Ersatzschwester, aber eine Heilerin ausbildet von Tsunade selbst war ihm meilenweit lieber. Doch jetzt wurde er von einer übermütigen Stimme in die Wirklichkeit zurückgeholt. Er sah sich einem verrückt aussehenden Blonden gegenüber, der ihn fröhlich angrinste und Dumbledore fragte sich, wie dieser Mann Ninja sein und zeitgleich ein so herzliches Lachen haben konnte.


Mein Name ist Uzumaki Naruto. Habe ebenfalls unter Kakashi-sensei gelernt, danach bei Jiraiya. Ich bin als Chaos Ninja bekannt, auch Anbu, 18 Jahre alt, liebe Ramen und mein Traum ist es Hokage zu werden.“


Dumbledore sah zu, wie sich das blonde Chaos wieder auf seinen Stuhl setzte. Oder besser gesagt mit einem Satz zurück auf den Stuhl sprang. Von da aus wurde er dann mit einem fröhlichen Grinsen angesehen. Die blauen Augen wirkten, als würden sie in diesem Moment etwas aushecken und um das Bild zu vollenden, dass der erfahrene Lehrer von Leuten wie Naruto hatte, fehlte eigentlich nur noch ein kleines Schwänzchen oder Fuchsohren.


Er fühlte sich auf seltsame Art und Weise herausgefordert, als wenn die blaue tiefen Augen ihm sagen wollten ‚Komm her’. Der Schulleiter warf dem Blonden einen langen Blick zu. Er vermutete, dass hinter dieser Person mehr steckte, als nur ein wilder Raufbold, der vorgab ein hirnloser Idiot zu sein. Zum einen wäre er dann kein Anbu und zum anderen hätte er dann nicht bei Jiraiya-sama gelernt. Denn auch diesen hatte er einst kennen gelernt.


Zudem war da etwas in den Augen Narutos versteckt, das Dumbledore wachsam bleiben ließ. Er war zu lange Lehrer gewesen, als das er nicht erkennen konnte, dass dieser Junge trotz seines offenem Gemütes ein dunkles Geheimnis hatte. Wenn man das denn so nennen konnte. Er konnte es nicht erkennen, was da in dem Jungen war, doch er sah, das da etwas war. Und vermutlich sehr mächtig. Noch eine Weile sah er Naruto an, doch als er nichts weiter in den Augen des Jungen finden konnte, wandte er sich ab und dem letzten Mitglied zu.


Dieser schien nun das genaue Gegenteil von Naruto zu sein. Mit verschränkten Armen und einem eindeutigen misstrauischen Blick wurde er anstarrt. Die Haltung zeigte sehr deutlich, wie verschlossen diese Seele in dem Jungen war. Er stand auf, verneigte sich kurz, allerdings ohne den Blickkontakt abzubrechen, und setzte sich zurück auf seinen Stuhl. Albus Dumbledore wusste, dass dieser Mensch zu denjenigen gehörte, die man als Lehrer sofort im Auge hatte.


Man rechnete mit allem, denn sie waren unberechenbar und existierten nur für sich und ihre Ziel. Man einer hätte dass als Arroganz auslegt, doch seine lange Erfahrung hatte ihm gezeigt, dass das meist ernste Hintergründe hatte.


Dein Name?“, fragte der Schulleiter ein wenig vorsichtig. Er rechnete natürlich mir einer eher wortkargen Antwort, da dieser Typ von Mensch nicht gerne redete, doch das er ihn dazu auffordern musste, war selten.


Uchiha Sasuke“, kam es kurz und bündig in einem rauen Tonfall.


Noch bevor Dumbledore weiter nachfragen konnte, ergriff Naruto wieder das Wort und rief rein.


Keine Sorge. Der ist immer so. Mehr als seinen Namen kriegen sie zunächst nicht aus dem gefühllosen Eisklotz heraus.“


Naruto sagte das mit einem frechen Grinsen, doch vielleicht war es ja das, was den sonst so wortkargen Sasuke störte und sich deswegen auf einen erneuten verbalen Schlagabtausch einließ.


Es ist ja nicht jeder so ein Plappermaul, so wie du. Baka!“


Gomen nasai, es schadet aber auch nicht, ein wenig offener zu sein! Teme!“


Wie schon so oft starrten die beiden sich voller Wut an. Doch nicht wie sonst aufeinander los zugehen, wandten sie sich ab und ignorierten einander. Vielleicht, weil sie vor dem Schulleiter kein allzu schlechtes Bild abgeben wollten.




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